A2A wechselt zur Agentic AI Foundation
Laut einem am 17. August 2026 veröffentlichten Bericht von Axios wird Agent2Agent (A2A), ein ursprünglich von Google entwickeltes offenes Protokoll für die Kommunikation zwischen KI-Agenten, zu einem gehosteten Projekt der Agentic AI Foundation (AAIF).
Damit soll eines der zentralen Probleme moderner Agentic-AI-Systeme adressiert werden: Agenten verschiedener Anbieter, Frameworks und Plattformen sollen miteinander arbeiten können, ohne dass für jede Kombination eine eigene Integration entwickelt werden muss.
A2A stellt dafür eine gemeinsame Kommunikationsschicht bereit. Über diese können Agenten ihre Fähigkeiten bekannt machen, andere Agenten entdecken, Aufgaben delegieren und Ergebnisse über System- und Unternehmensgrenzen hinweg austauschen.
Warum ist A2A relevant?
Unternehmen werden ihre zukünftigen Agentensysteme voraussichtlich nicht ausschließlich auf einem einzigen KI-Modell, Cloud-Anbieter oder Framework aufbauen.
Ein Agent könnte beispielsweise Technologien von Google verwenden, ein anderer mit einem Modell von OpenAI arbeiten und weitere Komponenten auf AWS oder Microsoft Azure betrieben werden.
Ohne gemeinsame Kommunikationsstandards müssten Entwicklungsteams zahlreiche individuelle Schnittstellen zwischen diesen Systemen erstellen und dauerhaft warten.
Offene Standards wie A2A können diese Komplexität reduzieren und eine modularere Architektur ermöglichen, bei der einzelne Komponenten leichter ausgetauscht werden können.
Nach Angaben der Agentic AI Foundation wird A2A inzwischen von mehr als 150 Organisationen unterstützt. Praktische Anwendungen gibt es unter anderem in Cloud-Infrastrukturen, Finanzdienstleistungen, Lieferketten, Enterprise-IT und mobilen Plattformen.
A2A und MCP erfüllen unterschiedliche Aufgaben
Besonders relevant ist das Zusammenspiel von A2A mit dem Model Context Protocol (MCP).
Die beiden Standards lösen unterschiedliche Probleme innerhalb eines Agentic-AI-Stacks.
- MCP standardisiert die Verbindung von KI-Agenten und Anwendungen mit Werkzeugen, Diensten und Datenquellen.
- A2A standardisiert die Kommunikation zwischen unabhängigen Agenten, einschließlich Discovery, Delegation und Ergebnisaustausch.
Eine moderne Agentenarchitektur könnte daher MCP für Datenbanken, APIs und Unternehmenswerkzeuge einsetzen und A2A für die Zusammenarbeit mehrerer spezialisierter Agenten nutzen.
Ein offeneres Ökosystem für KI-Agenten
Der Wechsel zur Agentic AI Foundation ist außerdem aus Governance-Sicht bedeutsam. Eine offene und neutrale Verwaltung zentraler Standards kann verhindern, dass wichtige Infrastruktur vollständig von der Produktstrategie eines einzelnen Unternehmens abhängig wird.
Sollten Standards wie A2A und MCP breite Akzeptanz erreichen, könnten Unternehmen KI-Modelle, Cloud-Dienste und Frameworks flexibler anhand von Kosten, Leistung, Sicherheit oder Latenz auswählen.
Auch für Agentic CRM ist diese Entwicklung relevant. Künftige CRM-Systeme könnten beispielsweise separate Agenten für Vertrieb, Marketing, Kundenservice, Kundenanalyse und Wissensmanagement einsetzen.
Ein gemeinsamer Standard für die Agent-zu-Agent-Kommunikation könnte es ermöglichen, solche Komponenten unabhängig voneinander auszuwählen und dennoch in einer gemeinsamen Architektur zusammenarbeiten zu lassen.
Quelle
Dieser Beitrag wurde auf Grundlage des Axios-Berichts von Ina Fried vom 17. August 2026 eigenständig zusammengefasst und neu formuliert. Die Fakten wurden zusätzlich mit Informationen der Agentic AI Foundation abgeglichen.
Originalbericht bei Axios lesen
Dieser Beitrag ist eine eigenständige Zusammenfassung und Analyse und keine Kopie oder direkte Übersetzung des Axios-Artikels.